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Landkreis Mühldorf – Der Hidden Champion für Mieter

Geschrieben von Beate Landler auf 5. August 2018
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Der Landkreis Mühldorf liegt verkehrsgünstig zwischen München und Passau und profitiert von einer gut ausgebauten Infrastruktur. Die Landschaft ist vielfältig, die Einwohnerentwicklung vielversprechend, das kulturelle Angebot üppig. Darüber hinaus gehört Mühldorf laut Mietspiegel zu den günstigsten Wohnstandorten in ganz Oberbayern. Das alles macht den kleinen Landkreis zum absoluten Geheimtipp für Mieter, die eine günstige Wohnung in gut erreichbarer und angenehmer Lage suchen.

Wer beim Thema Mietpreise nach Superlativen suchen will, landet schnell bei einem Paradebeispiel: Der Landeshauptstadt München. Rund 15 Euro beträgt hier der durchschnittliche Mietpreis laut Mietspiegel. Der Grund dafür: Die Landeshauptstadt punktet mit hoher Attraktivität, sowohl wirtschaftlich als auch mit Blick auf den Wohn- und Freizeitwert.

Auch im Umland, das vor allem für Berufspendler interessant ist, stiegen die Mieten in den vergangenen Jahren deutlich an. Die beiden Nachbar-Landkreise Erding und Rosenheim schlagen mit durchschnittlich 7,05 Euro bis 11,79 Euro oder 6,69 Euro bis 10,17 Euro zu Buche. Daneben, also in Ebersberg oder Freising muss man mit höheren Preisspannen im Mittel rechnen – 8,33 Euro bis 12,93 Euro, 7,18 Euro bis 13,20 Euro –, um sich dort Mieter nennen zu dürfen. Für Ansiedlungswillige, die die Nähe zur Großstadt nicht missen möchten, aber dennoch günstig wohnen wollen, gibt es dennoch eine bezahlbare Alternative: Den Landkreis Mühldorf. Laut offiziellen Zahlen der Immobilienmarktforschung bewegt sich der mittlere Mietpreis dort pro Quadratmeter zwischen 5,43 Euro und 8,04 Euro.

Da überrascht es nicht, dass die Einwohnerzahlen im Landkreis Mühldorf seit Jahren steigen. Für viele „Zugereiste” und „Neuankömmlinge” mag vor allem die Nähe zur Stadt München und deren schnelle Erreichbarkeit – auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln – das ausschlaggebende Argument sein, sich in dieser Region niederzulassen.

Verkehr und Infrastruktur

Mit der Bundesstraße B12 (München-Passau) ist der Landkreis verkehrstechnisch in die entscheidende West-Ost-Achse integriert. Die in Nord-Süd-Richtung verlaufende B 299 verbindet den östlichen Landkreis mit der Bundesautobahn A92 München-Landshut- Deggendorf im Norden und der A8 München-Salzburg im Süden. In Zukunft wird die Bundesautobahn A94 (München-Mühldorf-Pocking) den Landkreis in west-östlicher- Richtung durchziehen. Die überregionalen Verkehrsanbindungen werden im Landkreis durch ein gut ausgebautes Kreisstraßen- und engmaschiges Zugnetz ergänzt.

Beide Städte sind zügig und einfach zu erreichen – auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Quelle: wikipedia.org

Unter der Bezeichnung Südostbayernbahn verkehren Züge der Deutschen Bahn AG vom Bahnhof der Kreisstadt, der 1871 eröffnet worden ist, in acht verschiedene Richtungen. Die am meisten frequentierte Strecke: München-Mühldorf. Das seit 1900 rund 96 km umfassende Eisenbahnnetz im Kreis wurde im Personenverkehr in den Jahren 1968/70 nur um 12 km reduziert, so dass ein relativ dichtes Angebot an Bahnstationen vorhanden ist. Doch Mühldorf kann auch modern: Ein zum Teil zweigleisiger Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke München-Mühldorf-Burghausen sind geplant und bereits im Bundesverkehrswegeplan als vordringlicher Bedarf vermerkt.

Land und Wirtschaft

Diese Agenda steht natürlich ganz klar im Kontext der im September 2013 geänderten Bayerischen Verfassung, die folgende Zielsetzung festschreibt: „Der Freistaat Bayern fördert und sichert gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern, in Stadt und Land.“ Demnach zeigt sich die Kreisverwaltung sehr bemüht, unter dem Motto „Zukunft durch Zusammenarbeit“ die Gemeindeentwicklung und Dorferneuerung durch interkommunale Zusammenarbeit zu forcieren.

So ließ sich über die letzten Jahr folgenden Entwicklung beobachten: Viele Dörfer konnten mit eigenständiger vitaler Kultur nachhaltig gestärkt und attraktiv gestaltet werden. Damit sogenannten „Altorte” nicht verkümmern, werden z.B. viele Gemeinden bei der Innenentwicklung des Ortsbildes und der Erstellung kommunaler Energiekonzepte unterstützt. Überhaupt ist die Energieerzeugung aus regenerativen Quellen ein von öffentlicher Seite verlautbartes, langfristiges Ziel.

Dass zahlreiche Wohnorte in den letzten Jahren immer attraktiver wurden, zeigt nicht zuletzt der Befund, dass immer mehr Global Player bis Mittelständler die günstigen Gewerbeflächen für sich entdeckt haben. Wichtige Standorte der Industrie sind die Stadt Waldkraiburg, wo ein Großteil der Industrie angesiedelt ist, sowie die „Allgäuer Alpenmilch“ München (bis 2003 zur Nestlé-Gruppe gehörend, seither eine Tochter der Hochwald Nahrungsmittel-Werke) mit ihrem Zweigwerk in Weiding bei Mühldorf am Inn.

Kultur und Freizeit

Wer jedoch ohnehin in größeren Städten wie München oder Passau arbeitet, der wird den Landkreis Mühldorf am Inn weniger als Wirtschafts- und mehr als Naturstandort schätzen. Nördlich der Linie Inn/Isen erstreckt sich das tertiäre Isar-Hügelland, das um 100 bis 150 m die Talsohlen von Inn und Isen überragt. An dieses Hügelland schließen sich im Süden und Südosten das breite Becken des unteren Inntals an. Südlich der Isen erhebt sich die Hügellandschaft der eiszeitlichen Moränen des Alpenvorlandes. Westlich der Stadt Mühldorf liegt das Mühldorfer Hart, ein weitläufiges Natur- und Waldgebiet. Das Naturerlebnis ist reizvoll. An Wäldern, Bergen und Seen mangelt es nicht.

Die Freizeitmöglichkeiten fallen mit Baden, Radfahren, Klettern, Wandern, Bergsteigen, Pilze-Sammeln, etc. mehr als abwechslungsreich aus. Auch das kulturelle Angebot ist vielfältig. In der gleichnamigen Kreishauptstadt gehören zu den auftretenden Künstlern Namen wie Bruno Jonas, Django Asül, Gerhard Polt, Ingo Appelt, Fiddler’s Green, Götz Alsmann und viele andere, die dort regelmäßig zu sehen waren und sind. Ansonsten findet man sich gerne im „tiefsten Bayern” wieder: Volksfeste, Umzüge, Stadtfeste und Faschingsfeiern finden in Mühldorf genauso traditionell, lustig und urig statt wie anderswo.

Und wer sich mehr zur Hochkultur hingezogen fühlen sollte, dem soll es an zahlreichen gotischen wie barocken Kirchen, mittelalterlichen wie neuzeitlichen Baudenkmälern, Museen und Gedenkstätten, die bis in die Napoleonischen Kriege zurückreichen, nicht fehlen.

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